Schematherapie

Schematherapie - Lebensfallen auflösen

Die Schematherapie, von Jeffrey Young entwickelt, schafft eine Verbindung zwischen zwei Hauptverfahren in der Psychotherapie:   

  • Der Psychoanalyse mit den psychodynamischen Verfahren und dem Schwerpunkt 
    in Einsicht in die Entstehung der Störung
    und 


  • der Verhaltenstherapie mit praktischen Anwendungen, Hausaufgaben und Übungen. 


Die Schematherapie schließt also eine Lücke

 

Klaus Grawe hat Anfang der 90er Jahre die Lücke beschrieben, die durch die Schematherpaie geschlossen wird und die die anderen Verfahren nicht schaffen zu schließen:

 

Es gibt vier Wirkfaktoren in der Psychotherapie, die verwirklicht werden sollten: 

  • Rückgriff und Ausbau bestehender Fertigkeiten => wir schauen uns Ihre Stärken und Ressourcen an
  • Einbeziehung der Emotionen und Problemaktualisierung => welche Gefühle werden ausgelöst und wir kann man mit ihnen umgehen?
  • Verständnis für die Entstehung und Funktion des Problemverhaltens => ein Verstehen ermöglicht ein besseres umgehen mit den Problemen
  • Aktive Hilfestellung bei der Problembewältigung => durch Übungen, die den Alltag erleichtern


Integration verschiedener Therapierichtungen zu einer

 

Die Schematherapie integriert

  • die Erkenntnisse aus der neurobiologischen Forschung mit den Hirnstrukturen,
  • der Transaktionsanalyse (Eltern-Ich, Kind-Ich, Erwachsenen-Ich),
  • Bindungstheorie,
  • Hypnotherapie (imaginative Verfahren),
  • Elemente der Gestalttherapie (Stühlearbeit, Bodenanker etc.),
  • aktivierten Emotionen,
  • Achtsamkeit,
  • Selbstreflexion,
  • systemischen Ansätzen bis hin zu
  • Arbeitsblättern und Übungen aus der Verhaltenstherapie (kognitive Techniken). 

Was so theroretisch klingt ist in Wahrheit ein sehr kreatives, konzentrieretes und fokussiertes Arbeiten z.B. mit eigenen (gemalten) Bildern, Vorbildern, Reisen an eigene, wohlbekannte und sichere Orte mit Imaginationsübungen, sich auf die Stühle setzen, wo sonst die Mutter oder der Vater sitzt etc. Es ist ein spannendes Hineinspüren, unter Anleitung und Begleitung und ein Dazulernen.

 

Die Schematherapie wurde ursprünglich zur Behandlung von chronischen Aspekten psychischer Störungen entwickelt und findet heute Anwendung bei Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen u.a.  


Lebensfallen auflösen


Nach Young können viele in der Kindheit entstandenen negativen Muster das ganze Leben beeinflussen und Menschen in eine Art Lebensfalle gefangen halten, eben diese chronischen Aspekte. Diese ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Leben. Dadurch entwickeln sich ganz bestimmte Schemata, dysfunktionale Verhaltensmuster und Bewältigungsstrategien wie Unterordnung, Erduldung, Vermeidung oder Kompensation. 

Dadurch, dass sie vertraut erscheinen, werden sie immer wieder aktiviert und immer wieder angewendet, obwohl sie schädlich und heute als Erwachsene nicht mehr adäquat sind. 


Wohlwollend darauf schauen


In der therapeutischen Beziehung, die hier das zentrale Element darstellt, sollen die (früheren unerfüllten) Kernbedürfnisse des Patienten oder der Patientin erkannt und "nacherfüllt" werden: durch die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Therapiestunde. Sehr hilfreich sind die oben beschriebenen Imaginationsübungen, Regressionstherapie, EMDR. 


Ziel ist die Selbstreflexion durch eine innere Distanz zu sich selbst, zu den primär emotional gesteuerten Prozessen, so als würde eine wohlwollende Person von außen zuschauen und unterstützen.  

Langfristig können so wichtige persönliche Werte und Ziele ins Auge gefasst werden und Verhaltensänderungen begleitet werden. Die Persönlichkeit kann sich entwickeln. Zudem werden neue Bahnungen im Gehirn gelegt durch Übungen, die ein "als ob...", eine mögliche Zukunft, darstellen. 


Ich berate Sie gerne, ob dies für Sie passen könnte. Rufen Sie mich einfach unverbindlich an und schildern mir Ihr Anliegen, damit wir uns abstimmen können.